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Autokauf: Das Rezept für möglichst wenig Wertverlust

Wer eine Limousine in Schwarz kauft, erzielt beim Wiederverkauf den besten Preis. K-Geld nennt weitere Kriterien für den Werterhalt eines Autos.

Ein Neuwagen verliert im Schnitt nach nur drei Jahren rund 40 Prozent an Wert. Die Unterschiede beim Abschreiber sind – je nach Modell – gross. Wer z. B. 2007 einen Alfa Romeo Brera für 66 381 Franken kaufte, erhielt 2010 auf dem Occasionsmarkt nur noch die Hälfte (siehe K-Geld 4/2010). Fazit: Wer beim Autokauf am falschen Ort spart, verliert beim Wiederverkauf viel Geld.

Deutsche Wagen sind begehrte Occasionen
Aber was zählt bei Mittel bis Oberklasse-Modellen? Ist es die automatische Klimaanlage oder eher die Farbe, die einen Wagen auch nach vielen Jahren noch zum Verkaufsschlager werden lässt? K-Geld liess solche Fragen von der Fahrzeug-Börse AutoScout24.ch beantworten. Die Internet-Plattform ist nach eigenen Angaben der grösste Online-Marktplatz für Autos in der Schweiz. Für die Auswertung griff AutoScout24.ch im Juni auf die Daten von 240 000 registrierten Inseraten von Auto-Occasionen zurück (siehe Kasten). Die Resultate hat K-Geld mit Erhebungen von Eurotax Glass’s verglichen – ein in Europa führender Bewertungsdienst für Neu- und Occasionswagen in Freienbach SZ.

Die Gesamtanalyse zeigt: Die wichtigsten Merkmale für einen guten Werterhalt sind in absteigender Reihenfolge:

– Wagentyp: Limousine
– Farbe: Schwarz, gefolgt von Grau und Silber
– Hubraum: rund 2000 Kubikzentimeter (ccm)
– Automatische Klimaanlage
– Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP)
– Alufelgen
– Automarke, begehrt sind deutsche Wagen
– Treibstoff: Benzin

Airbags und das Bremsassistenzsystem ABS gehören bei Fahrzeugen über 30000 Franken Kaufpreis zur Grundausstattung.

Mittelklasse: Ledersitze bringen wenig

Als bedeutungslos für den Werterhalt eines Wagens stellten sich heraus:

– Lederausstattung (Ausnahme: Oberklasse-Modelle ab rund 60000 Franken)
– Getriebeart (Automat oder manuell geschaltet)
– Standheizung

Frühere Studien von Eurotax zeigen: Käufer von Neuwagen können auf Zubehör verzichten, das weder für den Komfort noch für die Sicherheit wichtig ist. Darunter fallen ausgefallene Farben, Inneneinrichtungen in speziellen Leder und Farbvarianten, Spoiler
und Karosserieverbreiterungen, Motor- und Fahrwerk-Tuning sowie teure Musiksysteme. In der Oberklasse sind kostspielige Zusatzausstattungen wie Automatikgetriebe, Xenonlicht und Ledersitze aber Voraussetzung für einen guten Wiederverkaufspreis.

Der Treibstoffverbrauch zählt kaum: Fahrzeuge mit einem guten Werterhalt hatten einen durchschnittlichen Verbrauch von rund 8 Liter pro 100 Kilometer. Stephan Müller, Mediensprecher beim Touring Club Schweiz, sagt dazu: «Erfahrungsgemäss spielt der Verbrauch – und damit die CO2-Emission – bei Gebrauchtwagen durchaus eine Rolle, aber eine wesentlich kleinere als bei Neuwagen.»

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