Nullsummenspiel für die Kunden

Die Bank Coop hat neu das Finanzprodukt Sparinvest Plus im Angebot. Es verbindet eine Spareinlage mit 2 Prozent Zins und eine Fondsinvestition. Doch die Fonds-Ausgabegebühr frisst den guten Sparzins weg.

Das Anfang April 2012 lancierte «Sparinvest Plus»-Angebot der Bank Coop vereint angeblich «3 Perlen»: Es kombiniert ein Sparkonto mit einer Fondsanlage und belohnt Anleger mit «wertvollen» Superpunkten. Bei Sparinvest Plus wird die Hälfte der Anlage­summe während des ersten Jahres mit einem «Sonderzins» von 2 Prozent verzinst. Die andere Hälfte wird in Fonds investiert – zur Wahl stehen 15 Swisscanto-Fonds. Mindestein­lage: 50 000 Franken.

Kühle Rechner werden das Angebot links liegenlassen. Der Grund: Die einmalige Ausgabekommission zum Zeichnen der Fonds ist exakt gleich hoch wie der gezahlte Sparzins. Ergo finanziert der Kunde den ­hohen Zins für das erste Jahr selber. Die Bank Coop schreibt K-Geld: Diese Kommission entspreche ­ihrem «Gebührentarif für Zeichnungen von Swisscanto-Strategiefonds». Diese würden zudem in verschiedenen Tranchen angeboten – ausschüttend oder reinvestierend – und in mehreren Währungen. Deshalb stünden den Kunden insgesamt 38 Varianten zur Auswahl. Die teuersten Fonds kosten aber über 2 Prozent laufende Gebühren pro Jahr. Weiter kommt die ­jährliche Depotführungsgebühr von 0,1 Prozent hinzu. Im ersten Jahr zahlt ein Kunde je nach Fonds somit über 4 Prozent Gebühren. Ab dem zweiten Jahr sind die Gesamtgebühren zwar etwas tiefer, dann entfällt aber auch der hohe Zinssatz auf dem Sparkonto.

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